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Gartentipp im Juli: Insektenfreundlich gärtnern - Rosengut Langerwisch

Gartentipp im Juli: Insektenfreundlich gärtnern

Insektenfreundlich gärtnern und die Natur genießen

Bienen und Hummeln, aber auch Schmetterlinge, Schwebfliegen, Käfer und viele weitere Insekten sind unverzichtbare Bestäuber und wichtige Partner unserer Wild- und Kulturpflanzen.

Einen Garten insektenfreundlich zu gestalten, ist ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt und zum ökologischen Gleichgewicht. Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich der eigene Garten in ein lebendiges, summendes Paradies verwandeln.

Blumenwiese statt Rasen

Wer seltener mäht, gibt blühenden Pflanzen Zeit zum Wachsen, Blühen und zur Samenbildung. Das Schnittgut kann nach dem Mähen noch etwa drei Tage liegen bleiben, damit Samen ausfallen können.

Alternativ lassen sich kleine Wildblumeninseln oder Blühstreifen im Rasen anlegen. So entstehen wertvolle Nahrungsflächen, ohne dass gleich der gesamte Garten umgestaltet werden muss.

Nistmöglichkeiten schaffen

Als einfache Nisthilfe genügt bereits ein Holzklotz, in den Gänge von etwa 5 bis 10 cm Tiefe und 2 bis 10 mm Durchmesser gebohrt werden. Auch zusammengebundene Bambusrohre oder hohle Pflanzenstängel eignen sich gut.

Totholz, Steinhaufen oder Lehmziegel bieten ebenfalls Unterschlupf. Besonders wichtig ist, dass alle Gänge und Einschlupflöcher glatt und kantenfrei sind. So verletzen sich die Insekten nicht beim Hineinkriechen.

Wasserstellen einrichten

Flache Trinkschalen mit Steinen oder Moos helfen Insekten wie Bienen und Schmetterlingen beim sicheren Trinken. Die Steine dienen als Landeplätze und verhindern, dass die Tiere ins Wasser fallen.

Gerade an heißen Sommertagen kann eine kleine Wasserstelle eine große Hilfe sein.

Vorbeugenden Pflanzenschutz betreiben

Wer seine Pflanzen ausgewogen, organisch und regelmäßig düngt, stärkt sie von innen heraus. Kräftige Pflanzen sind widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen, sodass Pflanzenschutzmaßnahmen oft reduziert werden können.

Auch biologische Pflanzenstärkungsmittel können sinnvoll sein. Gesunde, vitale Pflanzen machen mehr Freude und meist auch weniger Arbeit.

Vielfältige Gartenstrukturen schaffen

Ein lebendiger Garten besteht aus unterschiedlichen Bereichen: sonnige Ecken, Schattenplätze, Hecken, Wiesen, Kräuterbeete, Teiche oder kleine wilde Zonen schaffen wertvolle Lebensräume.

Für ein paar unaufgeräumte Ecken muss man sich nicht schämen. Verblühte Pflanzen, Totholz, Laubhaufen oder stehen gelassene Stauden dienen vielen Tieren als Lebensraum, Rückzugsort und Winterquartier.

Deshalb sollten im Herbst nicht alle Stauden und Gräser vollständig zurückgeschnitten werden. Was stehen bleibt, hilft Insekten und sieht im Winter oft auch noch schön aus.

Lichtverschmutzung vermeiden

Starke oder dauerhaft eingeschaltete Außenlichter können nachtaktive Insekten, zum Beispiel Nachtfalter, stören. Außenbeleuchtung sollte deshalb möglichst gezielt, sparsam und zeitlich begrenzt eingesetzt werden.

Bewegungsmelder, warmes Licht und abgeschirmte Leuchten helfen, unnötige Lichtbelastung zu reduzieren.

Vielfältige und möglichst heimische Pflanzen wählen

Eine große Pflanzenvielfalt sorgt dafür, dass über die gesamte Flugsaison hinweg Nahrung vorhanden ist. Besonders wertvoll sind möglichst heimische, ungefüllte und nektarreiche Pflanzen.

Schafgarbe, Natternkopf und Salbei sind echte Insektenmagnete. Heimische Sträucher und Bäume wie Weißdorn, Holunder, Haselnuss, Schlehe oder einfach blühende Rosen ergänzen das Nahrungsangebot.

Wichtig ist, die Pflanzen so zu kombinieren, dass vom zeitigen Frühjahr bis in den Winter hinein immer etwas blüht. Gleich nach dem Winterschlaf werden Krokusse und Winterlinge angeflogen. Danach folgen Waldmeister und Lungenkraut.

Im Sommer locken Kräuter wie Oregano und Thymian, aber auch Stauden wie Sonnenhut, Bartblume und Katzenminze. Sonnenröschen, Astern und Herbstzeitlose blühen im Spätsommer und Herbst. Mit Christrosen und Winterheide schließt sich der Kreis.

So entsteht ein Garten, der nicht nur schön aussieht, sondern auch summt, flattert und lebt.
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