geöffnet von 09:00 - 18:00 Uhr geöffnet von 09:00 - 17:00 Uhr
Gartentipp im Juni: Rosen natürlich stärken - Rosengut Langerwisch

Gartentipp im Juni: Rosen natürlich stärken

Rosen natürlich stärken

Leider können Schädlinge und Pilzkrankheiten manchmal die Freude an Rosen trüben. Ein Grund dafür ist: Rosen gehören zu den anspruchsvolleren Gartenpflanzen. Sie brauchen viel Kraft, ausreichend Nährstoffe und einen passenden Standort, um gesund und blühfreudig zu bleiben.

Werden Rosen über längere Zeit nicht gut versorgt, können sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden. Pflanzen besitzen eigene Abwehrmechanismen und reagieren auf Schaderreger zum Beispiel mit Abwehrstoffen oder Veränderungen in den Zellwänden. Diese natürliche Widerstandskraft lässt sich durch hochwertige Dünger und Pflanzenstärkungsmittel unterstützen.

Der richtige Dünger macht den Unterschied

Hornspäne und Blaukorn sind beliebt, für Rosen aber nicht immer die beste Wahl. Sie enthalten vor allem Stickstoff. Rosen benötigen jedoch zusätzlich wichtige Spurennährstoffe sowie Kalium für kräftige Blätter und eine gute Widerstandsfähigkeit.

Ein hochwertiger Rosendünger enthält neben Stickstoff auch Phosphor, Kalium, Spurennährstoffe und häufig weitere organische Bestandteile. Besonders organische Rosendünger unterstützen nicht nur die Pflanze, sondern auch das Bodenleben.

Zaubermittel aus der Natur

Viele Pflanzen enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, die zur Pflanzenstärkung genutzt werden können.

Acker-Schachtelhalm, Equisetum arvense, ist im Garten zwar oft unerwünscht, zur Pflanzenstärkung aber sehr interessant. Er enthält viel Silizium, das die Pflanzenoberfläche festigen kann und Rosen dadurch widerstandsfähiger gegenüber Pilzkrankheiten macht.

Wermut, Artemisia absinthium, enthält ätherische Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe, die Schädlinge auf Abstand halten können.

Beinwell, Symphytum officinale, und Brennnessel, Urtica dioica, enthalten viele Mineralstoffe und Pflanzeninhaltsstoffe, die allgemein zur Kräftigung beitragen können.

Weitere Pflanzen, die traditionell zur Pflanzenstärkung genutzt werden, sind Knoblauch, Allium sativum, Zwiebel, Allium cepa, Rainfarn, Tanacetum vulgare, Hafer, Avena sativa, Ringelblume, Calendula officinalis, Salbei, Salvia officinalis, und Schafgarbe, Achillea millefolium.

Diese Pflanzen kann man selbst sammeln oder getrocknet kaufen.

Tee, Brühe oder Jauche: So kommen die Wirkstoffe an die Rosen

Die schnellste und einfachste Variante ist ein Pflanzentee. Dafür werden die Pflanzenteile mit heißem Wasser übergossen und etwa 15 Minuten ziehen gelassen. Vor der Anwendung muss der Tee gut abkühlen. Anschließend kann er unverdünnt gespritzt oder gegossen werden.

Alternativ können die Pflanzenteile mit kaltem Wasser angesetzt werden. Nach 12 bis 24 Stunden Ziehzeit kann der Auszug ebenfalls verwendet werden.

Eine intensivere Extraktion der Inhaltsstoffe erreicht man mit einer Brühe. Dafür werden etwa 300 Gramm getrocknete Pflanzen in 10 Liter Wasser eingeweicht. Nach 24 Stunden Ruhezeit wird die Mischung für 20 bis 30 Minuten aufgekocht. Die fertige, abgekühlte Brühe wird je nach Pflanzenart und Anwendung im Verhältnis 1:2 bis 1:5 verdünnt und anschließend gegossen oder gespritzt.

Bei einer Jauche setzt ein Gärprozess ein, der weitere Wirkstoffe lösen kann. Dafür werden Blätter und Stängel in einem nicht-metallischen Gefäß mit Wasser angesetzt und zwei bis drei Wochen gären gelassen. Der Sud sollte täglich umgerührt werden. Gegen unangenehmen Geruch hilft etwas Gesteinsmehl. Vor der Anwendung wird Jauche stark verdünnt, meist etwa im Verhältnis 1:20.

Einfache Lösungen aus dem Fachhandel

Wer es unkompliziert möchte, findet im Fachhandel auch Konzentrate oder anwendungsfertige Spritz- und Pflanzenstärkungsmittel. Häufig basieren sie auf Algen, Brennnesseln, Lecithin oder Natron.

Natron, auch Natriumhydrogencarbonat genannt, wird häufig als Hausmittel gegen Echten Mehltau eingesetzt. Dafür kann eine milde Mischung aus Wasser, Natron und etwas Rapsöl oder wenigen Tropfen Spülmittel verwendet werden, damit die Lösung besser auf den Blättern haftet.

Auch verdünnte Frischmilch wird traditionell als Hausmittel gegen Echten Mehltau genutzt. Wichtig ist bei allen Anwendungen: immer erst an wenigen Blättern testen, nicht in praller Sonne spritzen und die Pflanzen regelmäßig kontrollieren.

Mit guter Ernährung, einem passenden Standort und natürlicher Pflanzenstärkung bleiben Rosen vitaler und können ihre Blütenpracht besser entfalten.
Blätterkatalog Öffnungszeiten Kontakt