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Gartentipp im März: Kartoffeln einfach anbauen - Rosengut Langerwisch

Gartentipp im März: Kartoffeln einfach anbauen

Kartoffelanbau ist ganz einfach

Der Anbau von Kartoffeln, Solanum tuberosum, im Kleingarten ist relativ einfach und sehr lohnend. Am besten eignen sich Saatkartoffeln aus dem Fachhandel. Dort findet man auch besondere Sorten, die es trotz ihres guten Geschmacks häufig nicht im Supermarkt gibt, zum Beispiel weil die Knollenform unregelmäßiger ist oder die Sorte nicht für den Massenhandel angebaut wird.

Die richtige Sortenwahl

Bei Kartoffeln unterscheidet man neben sichtbaren Merkmalen wie Knollenform und Farbe vor allem die Kocheigenschaften und die Kulturdauer.

Es gibt mehligkochende, vorwiegend festkochende und festkochende Sorten. Welche Sorte am besten passt, hängt davon ab, ob die Kartoffeln später eher für Püree, Suppe, Salat, Bratkartoffeln oder als klassische Salzkartoffeln verwendet werden sollen.

Auch die Kulturdauer ist wichtig. Frühe Sorten können bereits etwa 90 Tage nach dem Setzen geerntet werden. Bekannte Beispiele sind ‘Rosara’ und ‘Solist’. Mittelfrühe Sorten beginnen nach etwa 120 Tagen mit der Ernte, zum Beispiel ‘Agria’ oder ‘Laura’. Späte Sorten brauchen ungefähr 150 Tage, bis sie aus der Erde geholt werden können.

Wer Sorten mit unterschiedlicher Kulturdauer kombiniert, verlängert den Erntezeitraum und kann über einen längeren Zeitraum frische Kartoffeln aus dem eigenen Garten genießen.

Vorkeimen

Saatkartoffeln kauft man idealerweise im März und lagert sie zunächst dunkel und kühl.

Spätestens Anfang April werden sie für etwa drei Tage an einen warmen Ort mit ungefähr 20 °C gebracht, um die Keimruhe zu brechen. Anschließend brauchen sie für gut drei Wochen Licht und eine kühlere Temperatur von etwa 10 bis 12 °C. So bilden sich kurze, kräftige Keime.

Sind die Keime etwa 2 cm lang, können die Kartoffeln bei frostfreiem Wetter zur Abhärtung draußen gelagert werden. Der beste Zeitraum zum Pflanzen liegt zwischen Mitte April und Anfang Mai.

Standort und Boden vorbereiten

Kartoffeln bevorzugen einen lockeren, humusreichen Boden mit guter Drainage an einem sonnigen Standort. Dort wachsen sie kräftig und sind weniger anfällig für Krankheiten wie Kraut- und Braunfäule.

Es ist sinnvoll, im Herbst oder im zeitigen Frühjahr gut verrotteten Kompost oder Mist in den Boden einzuarbeiten. Alternativ kann ein organischer Gemüsedünger verwendet werden.

Der Standort sollte jährlich gewechselt werden. Je lockerer der Boden ist, desto besser können sich die Knollen entwickeln.

Saatkartoffeln pflanzen

Die Kartoffeln werden in Reihen in etwa 10 cm tiefe Furchen gepflanzt. Zwischen den Reihen sollte ein Abstand von ungefähr 60 cm bleiben.

Die vorgekeimten Kartoffeln werden mit den Keimen nach oben in die Furchen gelegt. Der Abstand zwischen den einzelnen Kartoffeln sollte etwa 30 cm betragen. Anschließend werden die Furchen wieder mit Erde geschlossen.

Anhäufeln und Pflege

Wenn die Pflanzen etwa 20 cm aus der Erde schauen, wird rund um die Stängel Erde angehäufelt. Das fördert die Knollenbildung und schützt die Kartoffeln vor Licht. Bekommen Knollen zu viel Licht, werden sie grün und bilden vermehrt Solanin, das nicht verzehrt werden sollte.

Mit fortschreitendem Wachstum wird das Anhäufeln noch ein- bis zweimal wiederholt.

Die weitere Pflege ist recht einfach. Gegossen werden muss vor allem bei längerer Trockenheit. Eine leichte Gabe organischer Dünger, zum Beispiel Horngries, vor dem Anhäufeln unterstützt das Wachstum und kann zu einer reicheren Ernte beitragen.

Mit guter Sortenwahl, lockerem Boden und etwas Pflege steht der eigenen Kartoffelernte aus dem Garten nichts im Weg.
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