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Gartentipps



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Gartentipp im Februar 2026

Im Winter ruht die Natur, dennoch strahlen einige Winterblüher auch in der kalten Jahreszeit und bilden in der winterlichen Gartenlandschaft fröhliche Blickfänge.

Forsythia – Ein Klassiker mit Nachteilen

Für viele ist die Forsythie der Inbegriff des Frühlings, denn ihre Blüten sind das untrügliche Zeichen, dass die Natur wieder erwacht. Forsythien haben allerdings einen großen Nachteil, denn sie liefern weder Nektar noch Pollen für Insekten. Die leuchtend gelben Blüten ziehen diese aber an und so verbrauchen Hummeln & Co wertvolle Energie, wenn sie nichts Verwertbares darin finden. Die Forsythie (forsythia x intermedia) ist nämlich eine Hybride, d. h. eine künstliche Züchtung, die unfruchtbar ist. Wenn man bereits eine Forsythie im Garten hat, darf sie dort natürlich bleiben. Schließlich hat sie auch Vorteile: sie ist robust, winterhart und bietet mit zwei bis drei Metern Höhe einen guten Sichtschutz. Wichtig ist aber, dass man genügend andere Frühblüher pflanzt, die Insekten Nahrung bieten.

Pflegeleichte und ökologisch wertvolle Alternativen

Die im folgenden genannten Pflanzen sind allesamt frühblühende Insektenmagnete. Der robuste Schneeball Viburnum bodnantense ist für seine kugeligen Blütenstände im Februar und März bekannt. Die rosa- bis purpurfarbenen Blüten verströmen einen intensiven Duft. Die auffällige Korkenzieherhasel Corylus avellana erregt nicht nur durch die verdrehten Äste Aufmerksamkeit, sondern auch durch gelbe Blüten, die bereits im Februar erscheinen. Die Pflanze wächst auch in schwierigen Gartenbedingungen problemlos. Der zierliche Winterjasmin Jasminum nudiflorum blüht schon ab Januar oder Februar leuchtend gelb direkt am kahlen Strauch und setzen dadurch starke Akzente. Die vielseitigen Zierquitten Chaenomeles speciosa sind für leuchtend rote, rosa oder orangene Blüten bekannt, die von März bis April erscheinen. Sie können sowohl als Hecke als auch als Einzelstrauch im Garten eingesetzt werden. Die pflegeleichte Zaubernuss blüht je nach Sorte schon im Dezember mit einer bizarren Blütenpracht, die von gelb, orange und rot bis hin zu bronzefarben reicht. Die Blüten vertragen Frost bis zu -10o Celsius und rollen sich als Kälteschutz einfach zusammen. Die offene Wuchsform bietet sich außerdem an, um mit Schneeglöckchen und anderen Frühblühern unterpflanzt zu werden. Die langlebige Kornelkirsche Cornus mas wächst als Großstrauch oder kleiner Baum. Die zeitigen Blüten sind bei Insekten beliebt, die Früchte schmecken Vögeln, Haselmaus und Siebenschläfer. Der „Geheimtipp“ Papierbusch Edgeworthia besticht durch seine honigsüß duftenden, gelben Blütenbälle, die im zeitigen Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle bieten und natürlich auch den Gärtner erfreuen.

Die faszinierendsten Verbindungen entstehen jedoch dort, wo Orchideen und Tiere tatsächlich miteinander leben. Viele Orchideenarten sind meisterhaft daran angepasst, bestimmte Insekten zur Bestäubung anzulocken. Einige bieten echten Nektar an, etwa tropische Arten, die Kolibris oder langrüsseligen Schwärmern Nahrung bieten. Andere arbeiten mit raffinierter Täuschung: Die Ragwurze imitieren weibliche Insekten so perfekt – im Geruch und im Aussehen –, dass die Männchen versuchen, sich mit der Blüte zu paaren. Diese sogenannte Pseudokopulation überträgt den Blütenstaub ganz ohne Gegenleistung. Auch andere Orchideen locken Tiere mit Düften an, die Nahrung oder Eiablageplätze vorgaukeln. Manche tropischen Dracula-Arten riechen sogar nach Pilzen, um pilzliebende Fliegen anzuziehen.

Neben solchen Bestäubungsbeziehungen gibt es weitere, oft weniger bekannte Verknüpfungen zwischen Orchideen und Tieren. In den tropischen Regenwäldern dienen viele epiphytische Orchideen als Mikrohabitate: Zwischen ihren Blättern, Wurzeln und kleinen Wassersammelbecken finden Frösche, Insekten, Spinnen und sogar kleine Reptilien Schutz, Feuchtigkeit und Lebensraum. Manche Orchideen bilden kleine Wasservorräte, in denen sich Kaulquappen entwickeln oder winzige Wirbellose leben. Damit werden Orchideen zu kleinen Ökosystemen, die weit mehr bieten als nur spektakuläre Blüten.




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