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Gartentipp im Oktober: Heidepflanzen mit besonderen Talenten - Rosengut Langerwisch

Gartentipp im Oktober: Heidepflanzen mit besonderen Talenten

Wenn im Garten die Sommerblumen verblühen, beginnt die große Zeit der Heidepflanzen. Sie bringen vom Spätsommer bis weit in die kalte Jahreszeit Farbe in Beete, Kübel und Eingangsbereiche – und einige Arten bieten sogar dann Nahrung für Insekten, wenn im Garten sonst nur noch wenig blüht.

Schnee- und Winterheide

Zu den Klassikern gehören die Schneeheide (Erica carnea) und die Winterheide (Erica × darleyensis). Auf den ersten Blick ähneln sie sich stark. Je nach Sorte blühen sie bereits im Winter und zeitigen Frühjahr und sorgen damit früh im Jahr für Farbe und Nektar.

Erica carnea zeichnet sich meist durch einen kompakten und eher rundlichen Wuchs aus. Erica × darleyensis wächst dagegen häufig etwas breiter und kräftiger und kann auch deutlich mehr Höhe entwickeln.

Weitere besondere Heidearten

Zur Familie der Heidekrautgewächse gehört auch die Irische Heide (Daboecia cantabrica). Ihre großen, glockenförmigen Blüten erscheinen von Ende Juni bis in den Oktober und dienen unter anderem Bienen, Hummeln und Schwebfliegen als Nahrungsquelle.

Die Glockenheide (Erica gracilis) fällt durch ihre besonders farbintensiven Blüten auf und eignet sich hervorragend für herbstliche Kübel-, Schalen- oder Grabbepflanzungen.

Eine weitere Besonderheit ist die Baumheide (Erica arborea). Anders als die meist niedrigen Heidepflanzen entwickelt sie sich zu einem aufrechten, strauchigen Gewächs. Im Frühjahr erscheinen zahlreiche kleine, weiße und angenehm duftende Blüten.

Durch ihren höheren Wuchs kann sie einen ungewöhnlichen Blickfang setzen und dem Heidebeet eine zusätzliche Höhenstaffelung verleihen. Ein geschützter Standort und guter Winterschutz sind bei uns allerdings wichtig.

Besenheide: Farbe bis weit in den Herbst

Die beliebte und auch in Brandenburg heimische Besenheide (Calluna vulgaris) blüht meist vom Spätsommer bis in den Herbst.

Besonders häufig werden im Handel sogenannte Knospenheiden angeboten. Bei diesen Sorten öffnen sich die Blütenknospen nicht vollständig. Dadurch behalten sie besonders lange ihre kräftige Farbe und eignen sich hervorragend für herbstliche Pflanzungen in Kübeln und Beeten.

Für Insekten haben diese Knospenblüher allerdings nur einen geringen Wert als Nahrungsquelle, da Nektar und Pollen für die Tiere kaum erreichbar sind. Wer gleichzeitig etwas für Insekten tun möchte, sollte deshalb auch offen blühende Heidearten und andere spät blühende Pflanzen einplanen.

Die große Vielfalt der Besenheide lässt hinsichtlich Farbe, Wuchs und Blattstruktur kaum Wünsche offen.

Ein besonderer Hingucker ist beispielsweise die Sorte ‘Fluffy’. Sie fällt durch ihr ungewöhnliches silbrig-graues und dicht behaartes Laub auf. Die weichen Triebe wirken beinahe wie mit Samt überzogen. Damit bringt ‘Fluffy’ eine besondere Struktur ins Heidebeet und bildet einen schönen Kontrast zu dunkelgrünen Pflanzen.

Mein Tipp

Heide liebt sonnige Standorte, verträgt keine Staunässe und benötigt nur wenige Nährstoffe. Auf sauren Sandböden ist sie häufig bereits gut aufgehoben. Bei Bedarf kann beim Pflanzen etwas Rhododendronerde beigemischt werden.

Gräser, Zwergkiefern und Wacholder eignen sich hervorragend als Begleitpflanzen und sorgen für unterschiedliche Höhen, Formen und Strukturen im Beet.

Nach der Blüte werden die Pflanzen im Frühjahr leicht zurückgeschnitten. So bleiben sie kompakt und vital – und das Heidebeet zeigt Jahr für Jahr, wie vielseitig die vermeintlich unscheinbaren kleinen Sträucher sein können.

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